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ASA-Programm - Die entwicklungspolitische Lernwerkstatt

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> Erfahrungsberichte


> Wikipedia-Eintrag

Das ASA-Programm unterstützt junge Menschen in ihrem Engagement, etwas zu bewegen! Das ASA-Programm von InWEnt ist ein dynamisches Lern- und Qualifizierungsprogramm für gesellschafts- und entwicklungspolitisch interessierte, weltoffene und kritisch nachfragende junge Menschen.

Wie das funktioniert? Das ASA-Programm bietet seinen Teilnehmenden eine Kombination aus Trainingsseminaren und einem Praxisaufenthalt in einem Land Afrikas, Asiens, Lateinamerikas oder Südosteuropas. Die Teilnehmenden erwerben dabei Wissen über globale Zusammenhänge und lernen andere Lebenswelten kennen. Im Anschluss an die Praxisphase vermittelt ihnen das ASA-Programm Methoden, um das Gelernte für ein weiteres Engagement in der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit zu nutzen, und unterstützt sie bei der Planung konkreter Aktivitäten im Bereich des Globalen Lernens in Deutschland und Europa. Ein aktives Netzwerk bietet außerdem die Möglichkeit zu nachhaltigem und langfristigem Austausch von Wissen und Erfahrungen.

Das ASA-Programm vergibt jedes Jahr rund 250 Stipendien, um die sich Studierende sowie junge Berufstätige ohne akademische Ausbildung zwischen 21 und 30 Jahren bewerben können.

| Das ASA-Programm: Netzwerk für entwicklungspolitisches Lernen

Globale Zusammenhänge sind heute äußerst komplex, und wer sie verstehen will, muss sich auf vielen verschiedenen Ebenen damit auseinandersetzen. Das ASA-Programm bietet seinen Teilnehmenden einen einjährigen Lernzyklus, bei dem es nicht nur um Wissenserwerb geht, sondern auch um persönliche Erfahrungen, kritische Reflexion und die Erarbeitung konkreter Perspektiven für global verantwortliches Handeln. Die Teilnehmenden gestalten dabei ihren eigenen Lernprozess aktiv mit und unterstützen einander durch intensiven Austausch und konstruktives Feedback gegenseitig.

Für Ehemalige bietet das ASA-Programm ein lebendiges Netzwerk engagierter Personen, Projekte und Initiativen für einen langfristigen Austausch von Wissen und Erfahrungen. Das ASA-Programm wird zum größten Teil von ehemaligen Teilnehmerinnen und Teilnehmern gestaltet, die es mit frischen Ideen ständig erneuern und verändern.

Das ASA-Programm arbeitet gemeinnützig und politisch unabhängig. Es gehört zusammen mit dem Entwicklungspolitischen Schulaustauschprogramm ENSA und ASA-weltwärts zur Abteilung "ASA - Die Entwicklungspolitische Lernwerkstatt" der InWEnt gGmbH.

| Ein Programm mit Geschichte

Das ASA-Programm entstand in den Sechzigerjahren als ein von Studierenden selbstverwaltetes Programm, das Arbeits- und Studienaufenthalte in Ländern der sogenannten "Dritten Welt" organisierte.

Während es 1960 nur 10 Teilnehmende waren, die für einige Wochen in den Sudan reisten, stieg die Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer in den Folgejahren auf 70 bis 80 jährlich. Das Programm wurde anfangs durch Eigenmittel der Studierenden, Arbeitsleistungen auf deutschen Baustellen in den Gastländern, Spenden aus der Wirtschaft sowie öffentlichen Zuwendungen finanziert.

Der Erfolg dieser studentischen Initiative führte zu einer starken Nachfrage nach Programmplätzen. Der wachsende Organisationsaufwand überstieg bald die Möglichkeiten eines ehrenamtlichen Studierendenbundes. 1966 erfolgte daher die Umwandlung in eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts: die "Stiftung Studienkreis für internationale Begegnung und Auslandstudien". Die Arbeit des Programms wurde, neben der Geschäftsstelle, vor allem in "Internationalen Kreisen" für Fragen der Entwicklungsländer und Entwicklungspolitik an ca. 30 Hochschulen organisiert. Ab 1982 befand sich das ASA-Programm in der Trägerschaft der Carl-Duisberg-Gesellschaft e.V. (CDG).

1984 wurde neben dem studentischen Programm auch ein Angebot an Arbeits- und Erfahrungsaufenthalten für junge Berufstätige mit einer abgeschlossenen nichtakademischen Berufsausbildung eingeführt, welches schnell ein etablierter Teil des ASA-Programms wurde. Seit 1987/88 wird auch Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Afrika, Asien, Lateinamerika und Südosteuropa die Gelegenheit zu Arbeits- und Erfahrungsaufenthalten in Deutschland geboten: Die Süd-Nord-Projekte wurden ins Leben gerufen, bei denen ein Team aus Teilnehmenden aus Deutschland und dem jeweiligen Gastland im Süden insgesamt sechs Monate zusammenarbeitet: drei Monate in Deutschland und drei Monate im Süden.

Seit 2001 befindet sich das ASA-Programm in Trägerschaft der InWEnt gGmbH, die aus der CDG und der Deutschen Stiftung für internationale Entwicklung (DSE) hervorgegangen ist.

Im Jahr 2003 begann das ASA-Programm gemeinsam mit europäischen Partnerorganisationen mit dem Aufbau des Kooperationsprogramms GLEN - "Global Education Network for Young Europeans" [Link www.glen-europe.org]. Das Netzwerk bildet Multiplikatorinnen und Multiplikatoren für Globales Lernen aus. Das besondere an GLEN ist, dass ein Team aus Teilnehmenden mehrerer Länder gebildet wird, das alle Phasen des Programms gemeinsam durchläuft.

Seit 2008 gibt es außerdem das Teilprogramm "ASApreneurs - Shaping a Sustainable World" , das die Förderung von Führungskompetenz für Nachhaltigkeit bei Studierenden zum Ziel hat. Nach zweijähriger Zusammenarbeit mit dem Collective Leadership Institute e.V. wird das Programm ab 2010 unter alleiniger Regie des ASA-Programms stattfinden.

Rund 50 Jahre nach seiner Gründung ist das ASA-Programm heute ein lebendiges entwicklungspolitisches Lern- und Qualifizierungsprogramm und ein dynamisches Netzwerk engagierter Menschen und Organisationen weltweit. An seinen vier Teilprogrammen - dem Basisprogramm, dem Süd-Nord-Programm, dem europäischen Kooperationsprogramm GLEN sowie ASApreneurs- nehmen jährlich rund 250 Stipendiatinnen und Stipendiaten teil. Viele von ihnen werden anschließend in verschiedenen Bereichen der Entwicklungszusammenarbeit und der entwicklungspolitischen Inlandsarbeit tätig.

| Das ASA-Leitbild

ASA ist ein Netzwerk, das weltweit Menschen, Projekte und Initiativen miteinander verbindet. Das Ziel von ASA ist entwicklungspolitisches Lernen auf der Basis von Austausch und gleichberechtigter Zusammenarbeit. ASA setzt sich für nachhaltige und sozial gerechte globale Entwicklung ein und wirkt daran mit, durch entwicklungspolitische Bildungsarbeit im Norden ein stärkeres Bewusstsein für globale Zusammenhänge zu schaffen und künftige Verantwortungsträgerinnen und -träger in Deutschland und Europa für politisches Handeln im Sinne globaler Nachhaltigkeit zu gewinnen.

  • ASA bedeutet Austausch.

Die Teilnehmenden des ASA-Programms haben unterschiedlichste berufliche, kulturelle und persönliche Hintergründe. Die Heterogenität garantiert interdisziplinären und interkulturellen Austausch.

  • ASA bedeutet Qualität.

Das ASA-Programm ist eine lernende Organisation und unterzieht sich freiwillig verschiedenen Maßnahmen von Monitoring und Evaluierung. Das ASA-Programm entwickelt sich dadurch stets weiter, passt sich wandelnden Rahmenbedingungen an und garantiert so ein hohes Niveau.

  • ASA bedeutet Engagement

Viele der ehemaligen TeilnehmerInnen beteiligen sich ehrenamtlich an der Gestaltung des ASA-Programms. Ein Netzwerk von Gleichgesinnten ermöglicht einen lebendigen Austausch von Erfahrung, Wissen und Ideen.
ASA bedeutet Mitbestimmung.

Das ASA-Programm wird von einem Pool an jungen Menschen inhaltlich gestaltet. Dadurch kommen immer wieder neue Ideen in das Programm. Mit ASA bleibt man immer am Puls der Zeit.

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